Morbus Parkinson – was beeinflusst die Krankheit?

 

parkinson-ratgeberNur etwas weniger als 300.000 Menschen leiden an Morbus Parkinson. Betroffen sind Menschen, die mehr als 60 Lenze zählen. Wissenschaftler forschen nach den Ursachen, Zusammenhängen und Einflüssen von Genetik und Giftstoffe aus der Umwelt. Während Forscher des California Institute of Technology in Pasadena einen Zusammenhang von Proteinen der Nahrungskette sowie die Kommunikation zwischen Darm und Gehirn sehen, haben deutsche Wissenschaftler der Universität Göttingen andere Ansichten.

Welche Erkenntnisse gibt es?

Millionen Menschen sind weltweit von Morbus Parkinson betroffen. Behandelt werden aktuell nur die Symptome; die Ursachen der Krankheit sind bis heute nicht hinreichend bekannt. Fälle, die genetisch bedingt sind, kommen nicht häufig vor. Man geht von Werten zwischen fünf und 20 Prozent aus. In den meisten Fällen tritt Morbus Parkinson spontan auf.

Bei der genetisch bedingten Erkrankung liegt eine Veränderung des Gens vor, das für die Produktion des Proteins Alpha-Synuclein zuständig ist. Fakt ist, das Risiko an Morbus Parkinson zu erkranken, steigt mit dem Älterwerden an. Der Höhepunkt liegt im Alter zwischen 58 und 62 Jahren.

Genetik und Umweltfaktoren

Wissenschaftler verdächtigen neben der genetischen Veranlagung auch Umweltfaktoren. In Verdacht, das Risiko zu erhöhen, sind beispielsweise Metalle und Pestizide geraten. Wissenschaftler des DFG-Forschungszentrums für Mikrokopie im Nanometerbereich und Molekularphysiologie des Gehirns der Universität Göttingen, des Göttinger Exzellenzclusters forschten zusammen mit anderen Instituten, ob die These haltbar ist.

Sie stellten fest, die Aggregatbildung des Proteins Alpha-Synuclein wird durch Kupfer maßgeblich verändert. Neueste Forschungen gehen davon aus, dass der Grund der Neurotoxizität nicht das Alpha-Synuclein-Aggregat darstellt und nicht die Ursache für die Reaktion ist, welche die Nervenzellen absterben lässt.

Die Forschungsergebnisse

Anhand der Untersuchungen der genannten Institute haben Forscher herausgefunden, dass ein spezielles Zusammenwirken des kodierenden Gens des Proteins Alpha-Synuclein und Kupferionen eine Mutation auslöst, welche zu einer Veränderungen der Wahrscheinlichkeit Verklumpung führt (H50Q). Das Metall Kupfer wird in Zusammenhang mit neurodegenerativen Prozessen gebracht. Diese Prozesse führen zum Untergang oder des Verlustes der Funktionen von Nervenzellen. Bei einem Teil der Parkinson-Patienten konnte H50Q nachgewiesen werden. H50Q ist der Begriff für Mutation, die Krankheiten auslöst.

Wann gibt es Resultate?

Diese Frage kann derzeit niemand beantworten. Über Morbus Parkinson wurde und wird geforscht, hauptsächlich geht es um das Auffinden des Auslösers der Krankheit. Die Forschung wird weltweit intensiv betrieben – eindeutige Resultate lassen noch auf sich warten. Die Ansicht der Forscher von Cell und Pasadena scheinen mit ihrer Vermutung, dass es eine Kommunikation zwischen Darm und Gehirn gibt, nicht wirklich falsch zu liegen. Mit den Forschungen wollen die Forscher zumindest Mittel finden, um die Krankheit in ihrem Verlauf zu beeinflussen und das Fortschreiten zu verlangsamen.